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Schwierige Phase, Lernblockade oder Lernschwäche? Was steckt dahinter?

Aktualisiert: 7. Sept. 2020

Im Laufe einer Schulkarriere durchlebt jedes Kind immer wieder Phasen, in denen Lernen einfach keine Lust macht. Ob Hausübungen, Lernen für einen Test oder Schularbeit oder ein Referat vorbereiten, alles ist doof.


Ursachen klären

Allerdings besteht ein Unterschied, ob dies eine Phase von einigen Tagen oder Wochen ist, oder ob monatelang jeder Nachmittag zum Drama wird, jede Lernsession eskaliert und mit Tränen oder zugeschlagenen Türen endet. Die Frustrationen, die ein Kind in seiner Schulzeit erfährt, können sich vielfältig äußern. Die Ursachen dafür können genauso vielfältig sein.

Als Elternteil hast du die Pflicht hier genau hinzuschauen. Ein erster Schritt sollte das Gespräch mit der Lehrkraft sein. Manchmal stellen sich die Probleme zu Hause anders da als in der Schule. Oder umgekehrt. Zuhause kann dein Kind strukturiert arbeiten, kommt aber regelmäßig frustriert aus der Schule heim. Einen Leitfaden für ein gelungenes Elterngespräch findest du hier.


Sorgen der Kinder ernst nehmen

Wenn du merkst, dass alles, was mit Schule zu tun hat immer schwieriger wird, stell dir folgende Fragen: Was steckt dahinter? Handelt es sich um ein vorübergehendes Motivationstief? Welche Veränderungen passieren gerade im Umfeld des Kindes? Vieles im Leben kann uns aus der Bahn werfen. Wir haben vielleicht übermorgen schon vergessen, dass der Hamster gestorben ist. Für ein Kind kann das ähnlich schmerzhaft sein, wie der Verlust eines geliebten Familienmitglieds.

Nimm die Frustration oder die Wutausbrüche deines Kindes ernst, aber nicht persönlich. „Mama du bist echt total doof.“, möchte man als Mutter nicht hören. Du bist damit auch nicht als Mutter gemeint. Sondern du bist gerade diejenige, die dein Kind dazu bringen möchte, die Hausaufgaben zu machen. Und eigentlich sind die Hausaufgaben doof. Oder die Lehrerin, die sie aufgegeben hat.

Rede mit deinem Kind darüber, was es gerade so frustriert oder wütend macht. Erkläre deinem Kind aber auch, das es dich stört oder verletzt, wenn du beschimpft wirst. So kann es lernen, die Ursache der Frustration genauer zu benennen.


Fehler sind wichtig.

Sie sind unser Lernmotor. Eine lange Kette an Misserfolgen ohne Aussicht auf Veränderung frustrieren aber. Das Selbstbewusstsein leidet. Wenn ich immer wieder erfahre, dass das was ich mache, falsch ist, sinkt mein Selbstbewusstsein. Eine Abwärtsspirale beginnt.

Professionelle Abklärung

Du siehst, die Ursache kann schnell ausgemacht sein, kann aber auch tiefer liegen. Ob ein Motivationstief, eine Lernblockade oder eine Lernschwäche dahinter liegt, solltest du unbedingt professionell abklären lassen.

Häufige Lernschwächen sind Legasthenie, Lese-Rechtschreib Schwäche oder Dyskalkulie. Es gibt aber auch andere Auslöser für schulische Schwierigkeiten: ADHS, Hochsensibilität, Hochbegabung, Dyspraxie oder Autismus





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